Die Nutzung dynamischer Stromtarife ist neben den Chancen auch mit bestimmten Risiken verbunden. Durch den Zugang zur Strombörse unterliegt der Tarif Preisschwankungen, basierend auf verschiedenen Faktoren: z.B. Marktnachfrage, Stromangebot und regulatorischen Änderungen durch den Gesetzgeber. Dabei gilt: Der stetige Ausbau erneuerbarer Energiequellen führt tendenziell zu einem höheren Angebot von günstigem Strom. Der positive Preiseffekt des staatlich gewollten Aufbaus erhöht sich insbesondere dann, wenn das Stromangebot an erneuerbarer Energie hoch ist – z.B., wenn die Sonne scheint oder der Wind weht.
Gleichzeitig erhöht sich jedoch die Preisvolatilität (Preisschwankung) insgesamt. In Zeiten mit geringem Stromangebot aus erneuerbaren Energien können temporär höhere Preise an der Strombörse auftreten, die bei dynamischen Tarifen ebenfalls an unsere Kund:innen weitergegeben werden.
Gerade in der Preisvolatilität liegt natürlich auch eine Chance, deine Stromkosten gezielt zu senken: Kund:innen mit einem Smart Meter können ihre Stromnachfrage mit flexiblen „Assets“ wie Wärmepumpe, Batteriespeicher oder Elektro-Fahrzeug bewusst in Phasen mit günstigeren Konditionen verlegen – und profitieren hierbei überdurchschnittlich. Falls es aber zu keiner bewussten Steuerung kommt und die Strompreise stark steigen, kann es zu höheren Kosten kommen. Da wir uns dieses Risikos bewusst sind, liegt die standardmäßige Kündigungsfrist im Interesse unserer Kund:innen bei nur einem Monat. Kurzum: Fairplay geht vor.
Kund:innen, die über keinen Smart Meter (intelligenter Stromzähler) verfügen, können zwar keine Verschiebungen ihres Verbrauchs nutzen, profitieren aber dennoch vom allgemeinen Effekt dynamischer Strompreise: Die mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien verbundene Steigerung des Ökostromangebots erhöht die Wahrscheinlichkeit auf tendenziell fallende Preise.