Strom anmelden: So geht’s in 5 Minuten (2026)

Eine Stromanmeldung ist in der Regel ganz einfach und erfordert nur ein paar Schritte. Das solltest du wissen:

  • Strom anmelden ist beim Einzug Pflicht, egal ob Mieter oder Eigentümer. Am besten meldest du Strom 4 bis 6 Wochen vor dem Einzug online an. Dafür brauchst du lediglich deine persönlichen Daten, die Zählernummer oder Marktlokations-Identifikationsnummer (MaLo-ID) und deinen geschätzten Jahresverbrauch.
  • Unsere Experten empfehlen den Strom 4-6 Wochen vor deinem Einzug anzumelden
  • Die Anmeldung erfolgt online und innerhalb von wenigen Minuten
  • Du solltest regelmäßig verschiedene Anbieter vergleichen um den günstigsten Tarif zu bekommen

Muss ich überhaupt Strom anmelden?

Ja, das musst du. Strom anmelden ist beim Einzug in eine neue Wohnung gesetzlich erforderlich und ist nicht optional. Jeder Haushalt in Deutschland muss über einen aktiven Stromliefervertrag verfügen. Wer die Anmeldung versäumt, wird automatisch vom lokalen Grundversorger beliefert. Dieser ist in der Regel deutlich teurer als ein frei gewählter Tarif.  Die rechtliche Grundlage bildet das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das jedem Haushalt das Recht auf einen Netzanschluss und eine Stromversorgung garantiert

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kg CO₂
¹Durchschnittspreis des letzten Monats inkl. Herkunftsnachweisen. Der tatsächliche Börsenpreis, und damit der finale Arbeitspreis, kann davon abweichen.
²Einsparpotenzial auf Basis der Verbrauchsangaben und durchschnittlichen Börsenpreise des letzten Monats im Vergleich zum erwarteten Referenztarif der Grundversorgung. Reale Ersparnis kann abweichen. Die Höhe der Ersparnis kann sich zudem durch Eingabe der genauen Lieferadresse ändern.

Wann muss du den Strom anmelden?

Wann du deinen Strom anmeldest, hängt ganz davon ab, wann du in deine neue Wohnung oder Haus einzieht. Die Faustregel lautet allerdings: Je früher, desto besser. Grundsätzlich empfehlen unsere Experten, dass du den Strom 4-6 Wochen vor deinem Einzug in dein neues Zuhause anmeldest, damit alle Fragen vor dem Umzugsstress geklärt werden können. Wenn du in einen Neubau ziehst, solltest du den Strom sogar mindestens 6 Wochen vorher anmelden, da der Anschluss möglicherweise noch eingerichtet werden muss und der Anbieter mehr Zeit für die Bearbeitung benötigt.

Die Stromanmeldung kann entweder telefonisch, postalisch oder online erfolgen. Heutzutage ist es allerdings gang und gäbe es einfach, online bei dem Stromanbieter direkt zu machen, da du deine Daten direkt in das Anmeldeformular des Anbieters eingeben kannst. In den meisten Fällen übernimmt der neue Stromanbieter die Kündigung deines alten Vertrages. Wenn du ausziehst, musst du deinen Stromvertrag allerdings selbst kündigen, am besten 4-6 Wochen vor Auszug. Wie schnell die Stromlieferung anschließend erfolgt, hängt davon ab, wie lang die Kündigungsfrist deines alten Vertrages ist. Im Durchschnitt dauert es aber nur wenige Tage, wenn du alles rechtzeitig machst.

Wichtige Änderung seit Juni 2025

Stromverträge können nicht mehr rückwirkend angemeldet werden. Du musst deinem Energieversorger mindestens 14 Tage im Voraus mitteilen, wenn du umziehst oder den Anbieter wechselst.

Was brauchst du für die Stromanmeldung? (Checkliste)

  • Deine persönlichen Daten: Du musst deinen vollständigen Namen, die neue Adresse, dein Geburtsdatum und deine Kontaktinformationen angeben. Diese Informationen sind erforderlich, damit der Stromanbieter dich als Vertragspartner erkennt und weiß, wohin der Strom geliefert werden soll.
  • Einzugsdatum: Der Stromanbieter benötigt das genaue Datum, an dem du in dein neues Zuhause einziehst. So kann er sicherstellen, dass der Strom rechtzeitig zu deiner Wohnung geliefert wird und du ab deinem ersten Tag mit Strom versorgt bist.
  • Zählernummer oder Marktlokations-Identifikationsnummer (MaLo-ID): Die Zählernummer findest du auf deinem Stromzähler oder auf einer vorherigen Rechnung des Energieversorgers. Sie dient dazu, deinen Stromzähler eindeutig zu identifizieren. Alternativ kann die Malo-ID, die auf alten Rechnungen zu finden ist, verwendet werden. Diese Identifikationsnummer stellt sicher, dass der richtige Anschluss für die Stromversorgung ausgewählt wird.
  • Bankdaten (IBAN und BIC): Für die Abrechnung und das Einziehen der monatlichen Abschläge per Lastschrift benötigt der Anbieter deine Bankdaten. Stelle sicher, dass du diese Informationen bereit hast, um eine schnelle und einfache Zahlungsabwicklung zu ermöglichen.
  • Geschätzter Stromverbrauch: Dein voraussichtlicher jährlicher Stromverbrauch hilft dem Anbieter, den passenden Tarif für dich zu finden und eine realistische Abschlagszahlung festzulegen. Du kannst deinen Verbrauch schätzen, falls du ihn noch nicht genau kennst. Üblicherweise wird der Verbrauch anhand der Anzahl der Personen im Haushalt oder der Wohnfläche abgeschätzt.

Strom anmelden ohne Zählernummer, geht das?

Ja, das geht. Du kannst Strom in der Regel auch ohne Zählernummer anmelden. Die meisten Stromanbieter akzeptieren die Anmeldung zunächst ohne diese Angabe. Du musst die Zählernummer dann aber innerhalb von etwa 6 Wochen nachreichen, damit dein Anschluss eindeutig zugeordnet werden kann. Statt der Zählernummer kannst du, wie oben erwähnt, auch die Marktlokations-Identifikationsnummer (Malo-ID) angeben. 

Strom online anmelden: So geht's Schritt für Schritt

  1. Preisrechner auswählen:
    Zunächst musst du den Preisrechner auf der Website deines Stromanbieters finden. Dieser hilft dir, den für dich passenden Tarif zu ermitteln. Du gibst einfach deine Postleitzahl, die Anzahl der Personen in deinem Haushalt oder deinen geschätzten Stromverbrauch ein. Anhand dieser Daten schlägt dir der Rechner die besten Tarife vor.
  2. Stromtarif wählen:
    Nachdem du die für dich passenden Optionen gefunden hast, kannst du den Tarif auswählen, der am besten zu deinem Verbrauch und deinem Budget passt. Achte darauf, dass du die Vertragsbedingungen prüfst, um sicherzustellen, dass der Tarif keine versteckten Kosten oder lange Laufzeiten hat.
  3. Anmeldung abschließen:
    Nachdem du deinen Tarif ausgewählt hast, wirst du gebeten, alle erforderlichen Informationen einzugeben – wie deine persönlichen Daten, das Einzugsdatum, die Zählernummer oder Malo-ID, Bankdaten und deinen geschätzten Stromverbrauch. Sobald du diese Angaben gemacht hast, kannst du die Anmeldung abschließen.
  4. Wechsel-Service nutzen:
    Viele Anbieter bieten einen Wechsel-Service an, bei dem sie sich um die Kündigung deines alten Stromanbieters kümmern. Wenn du von einem anderen Anbieter wechselst, übernimmt der neue Anbieter in der Regel die Kündigung deines aktuellen Vertrages für dich. Du musst dich also nicht selbst darum kümmern.
  5. Zurücklehnen & sparen:
    Nachdem du die Anmeldung abgeschlossen hast, wirst du innerhalb weniger Tage eine Bestätigung erhalten, und dein Strom wird ab dem angegebenen Einzugsdatum aktiviert. In der Zwischenzeit kannst du dich zurücklehnen und darauf vertrauen, dass der Anbieter sich um alles kümmert. Oft bieten Anbieter Neukundenboni oder Rabatte an, sodass du direkt bei Vertragsabschluss von Ersparnissen profitieren kannst.

Strom anmelden bei Umzug: Das solltest du beachten

Wohnzimmer ohne Möbel und Umzugskartons

Wenn du deinen Stromanbieter wechseln möchtest, weil du umziehst, benötigst du auch die oben genannten Informationen. Bei einem Auszug bzw. Umzug bist du für die Kündigung deines alten Vertrages verantwortlich. Unsere Experten empfehlen, deinen Vertrag spätestens 6 Wochen vor dem Umzugstermin zu kündigen. Bei einem Umzug hast du in der Regel ein Sonderkündigungsrecht (§ 41b Abs. 5 EnWG). Dieses Recht ermöglicht es dir, deinen Vertrag zu kündigen, auch wenn die vertragliche Laufzeit noch nicht abgelaufen ist.

Aber Achtung: Auch beim Wahrnehmen des Sonderkündigungsrechts hast du eine Kündigungsfrist von 6 Wochen. Das bedeutet, dass du deinem alten Anbieter die Kündigung mindestens 6 Wochen vor dem geplanten Umzugstermin mitteilen musst.

Strom anmelden bei Neubauwohnungen und Häusern

Bei Neubauwohnungen oder Häusern ist die Stromanmeldung etwas anders als bei bestehenden Wohnungen. Sobald feststeht, dass du eine neue Wohnung oder ein Haus baust, solltest du den Strom bereits vor Beginn der Bauarbeiten anmelden. In dieser Phase wird der sogenannte Baustrom eingesetzt, um die Baustelle mit Strom zu versorgen. Der erste Schritt zur Stromversorgung ist die Anmeldung des Baustroms beim regionalen Netzbetreiber, der für den provisorischen Anschluss des Baustroms zuständig ist. Sobald der Baustromanschluss eingerichtet ist, musst du einen passenden Stromanbieter wählen, der dich während der Bauphase mit Baustrom beliefert.

Nachdem die Bauarbeiten abgeschlossen sind und deine Wohnung bezugsfertig ist, musst du den Strom mindestens 6 Wochen vor dem Einzug anmelden, um von normalem Strom zu wechseln. Falls du den Strom nicht rechtzeitig anmeldest, wirst du automatisch in die Grundversorgung aufgenommen, die in der Regel teurer ist.

Energieeffizientes Upgrade des Dachbodens.

Was ist die Grundversorgung?

Die Grundversorgung ist ein gesetzlich garantierter Anspruch, der allen Haushalten in Deutschland zur Verfügung steht, die keinen eigenen Energievertrag abgeschlossen haben und Energie in Form von Strom oder Gas verbrauchen. In der Regel erhalten Haushalte Energie aus der Grundversorgung, wenn sie in eine neue Wohnung einziehen und noch kein Strom- oder Gasvertrag besteht. Auch wenn man bewusst in die Grundversorgung wechseln möchte oder seinen Stromvertrag abmeldet, ohne einen neuen Vertrag abzuschließen, wird man automatisch in die Grundversorgung aufgenommen. So wird gewährleistet dass jeder Haushalt in Deutschland mit Energie versorgt wird.

Strom anmelden: Erste eigene Wohnung

Junger Mann meldet nach dem Umzug online Strom an

Der Umzug in die erste eigene Wohnung ist ein großer Schritt in Unabhängigkeit. Doch auch hier solltest du unbedingt dein Strom anmelden. Viele unterschätzen, wie zeitkritisch das ist. Wenn du nichts unternimmst, landest du automatisch in der Grundversorgung deines lokalen Netzbetreibers. Meist ist es der größte Energieversorger in deiner Region wie Vattenfall, Stadtwerke oder E.ON. Hier solltest du auch 4–6 Wochen vor deinem Einzugsdatum. 

Wie viel Strom wirst du verbrauchen?

Für die Anmeldung brauchst du eine Schätzung deines jährlichen Stromverbrauchs, auch wenn du ihn natürlich noch nicht genau kennst. Schau dir einfach diese Richtwerte an und wähle den Wert, der am besten zu dir passt:

HaushaltJahresstromverbrauch
1 Person (Erstbezug)ca. 1350 kWh/Jahr
2 Personenca. 2250 kWh/Jahr
3 Personenca. 2950 kWh/Jahr
4 Personenca. 3600 kWh/Jahr

Was passiert wenn du deinen Strom nicht anmeldest?

Falls du aus irgendeinem Grund versäumt hast dich anzumelden,  brauchst du dir keine Sorgen machen, dass du deine Haushaltsgeräte nicht mehr mit Strom versorgen kannst und nicht an gehen. Grundsätzlich ist es in Deutschland so geregelt, dass du in der Grundversorgung beim öffentlichen Grundversorger automatisch aufgenommen wirst, wenn du keinen anderen Stromvertrag abgeschlossen hast. Das bedeutet, dass du für deinen Stromverbrauch zahlen musst, auch wenn du keinen Vertrag unterschrieben hast. Strom aus der Grundversorgung ist grundsätzlich teurer als bei anderen Stromtarifen, weil Grundversorger verpflichtet sind, jeden Haushalt mit Strom zu versorgen, womit sich Unsicherheiten ergeben. Grundversorgertarife sind auch weniger flexibel, weil Grundversorger den Strom oft in größeren Mengen langfristig kaufen müssen, um ihre Versorgungspflicht zu erfüllen. Das führt dazu, dass sie nicht auf Preisschwankungen reagieren können, weil sie den Strom bereits teuer eingekauft haben. Dadurch entgehen vielen Kunden Einsparungen die bestimmte Tarife wie zum Beispiel dynamische Stromtarife bieten könnten. Deshalb ist es aus finanzieller Sicht zu empfehlen, den Strom aktiv bei einem passenden Anbieter anzumelden. 

Selbst wenn du bereits vom Grundversorger beliefert wirst, kannst du jederzeit wechseln. In der Regel gilt eine Kündigungsfrist von nur zwei Wochen.

Eine Frau räumt den Geschirrspüler ein

Achte beim Wechsel darauf, dass du deinen Zählerstand sowohl beim Auszug aus der alten Wohnung als auch beim Einzug in die neue Wohnung genau dokumentierst, um eine faire und präzise Abrechnung des Stromverbrauchs zu gewährleisten und mögliche Streitigkeiten zu vermeiden. 

Regionale Unterschiede beim Grundversorgungspreis

Je nachdem wo du wohnst, zahlst du einen unterschiedlichen Strompreis für Strom beim Grundversorger: In Hamburg & Berlin zum Beispiel ist der Grundversorger Vattenfall Europe Sales GmbH, da zahlst du einen Arbeitspreis von 38,95 Ct./kWh in Hamburg und bis 42,86 Ct./kWh in Berlin (Stand Mai 2026). In München ist der Grundversorger die Stadtwerken München (SWM), hier zahlst du 32,44 Ct./kWh. Wenn du einen regulären Stromtarif hast, zahlst du deutlich weniger. So zahlst du bei Rabot Energy im Schnitt 27,99 Ct./kWh, egal wo du wohnst. Der Grund, warum unser Preis regional variiert, liegt hauptsächlich an die unterschiedlichen Netz- und Messtellengebühren. Mehr Informationen findest du in unserem Artikel zu der Zusammensetzung des Strompreises

So profitierst auch du vom regelmäßigen Vergleich deines Stromanbieters

Viele Menschen in Deutschland wissen nicht, dass sie oft mehr für ihren Strom bezahlen, als sie müssten. Ein regelmäßiger Vergleich der Stromanbieter kann dabei helfen, Hunderte Euro zu sparen. Unsere Experten empfehlen, regelmäßig nach neuen Angeboten zu suchen und Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox zu nutzen, um den besten Tarif zu finden.

Viele Anbieter bieten Neukundenboni an, die dir sofort bei Vertragsabschluss Einsparungen ermöglichen. Besonders beliebt sind auch dynamische Stromtarife, bei denen du deinen Stromverbrauch an Zeiten mit hohem Angebot an erneuerbarer Energie anpassen kannst. Diese Tarife ermöglichen es dir, Kosten zu senken und gleichzeitig die Energiewende zu unterstützen.

Es lohnt sich also, regelmäßig zu vergleichen und offen für neue Tarife zu sein. Ein bisschen Zeitaufwand kann dir langfristig viel Geld sparen!

Frau ist glücklich, da sie mit ihrem dynamischen Stromtarif bei RABOT Charge Stromkosten gespart hat und hält ihr Sparschwein hoch.

Strom anmelden: Deine Vorteile im Blick

Strom anmelden

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Frage ist einfach, aber die Antwort umso wichtiger: Ohne Strom geht einfach nichts! So gut wie alle Geräte in deiner Wohnung benötigen Strom, um zu funktionieren. Doch Strom ist nicht nur notwendig, um deinen Alltag zu erleichtern. Es geht auch um die Kosten und die Wahl des richtigen Anbieters. Denn viele Menschen in Deutschland wissen leider nicht, dass sie aktuell zu viel für ihren Strom zahlen. Damit du nicht zu viel bezahlst, ist es also sinnvoll, deinen Strom bei einem passenden Anbieter anzumelden.

Am besten meldest du Strom 4–6 Wochen vor deinem Einzugsdatum an. So hat dein neuer Anbieter genug Zeit, dich beim Netzbetreiber anzumelden und die Belieferung pünktlich zum ersten Tag in deiner neuen Wohnung zu starten. Ziehst du in einen Neubau ein, plane mindestens 6 Wochen ein, da der Netzanschluss möglicherweise erst aktiviert werden muss. Wichtig: Seit Juni 2025 können Stromverträge nicht mehr rückwirkend angemeldet werden. Du musst deinen Anbieter also mindestens 14 Tage im Voraus informieren.

Für die Stromanmeldung brauchst du fünf Dinge: deinen vollständigen Namen und deine neue Adresse, dein Einzugsdatum, die Zählernummer oder Malo-ID  (steht auf dem Stromzähler oder einer alten Rechnung), deine IBAN für das Lastschriftmandat und eine Schätzung deines jährlichen Stromverbrauchs. Letztere kannst du anhand von Richtwerten schätzen — ein 1-Personen-Haushalt liegt typischerweise bei etwa 1.600 kWh pro Jahr. Die Anmeldung selbst dauert online in der Regel unter 5 Minuten.

Das Ausfüllen des Anmeldeformulars dauert online meist unter 5 Minuten. Die Bearbeitung durch den Anbieter und die Anmeldung beim Netzbetreiber nimmt anschließend in der Regel 4 bis 6 Wochen in Anspruch. Deshalb empfehlen wir, rechtzeitig vor dem Einzug aktiv zu werden. Du musst in dieser Zeit nichts weiter tun: Nach der Anmeldung erhältst du eine Bestätigung per E-Mail, und die Belieferung startet automatisch ab deinem angegebenen Einzugsdatum.

Wenn du keinen eigenen Stromvertrag abschließt, wirst du automatisch in die Grundversorgung des örtlichen Netzbetreibers aufgenommen — du sitzt also nicht im Dunkeln. Allerdings ist die Grundversorgung gesetzlich verpflichtet, jeden Haushalt zu beliefern, und kalkuliert ihre Tarife entsprechend: Du zahlst in der Regel 15–20 % mehr als bei einem alternativen Anbieter. Sobald du merkst, dass du die Anmeldung vergessen hast, kannst du jederzeit wechseln. Die Kündigungsfrist beim Grundversorger beträgt nur zwei Wochen.

Ja, das ist bei den meisten Anbietern möglich. Du kannst die Stromanmeldung auch ohne Zählernummer starten und die Nummer innerhalb von etwa 6 Wochen nachreichen. Die Zählernummer findest du direkt auf deinem Stromzähler, auf einer alten Rechnung des Vormieters oder du fragst deinen Vermieter. Alternativ kannst du auch die Marktlokations-Identifikationsnummer (Malo-ID) angeben, die deinen Anschluss ebenfalls eindeutig identifiziert.

Dein neuer Stromvertrag gilt ab dem Einzugsdatum, das du bei der Anmeldung angibst. Du legst dieses Datum selbst fest. Es sollte dem Tag entsprechen, an dem du die Schlüssel für deine neue Wohnung erhältst. Dein neuer Anbieter koordiniert alles Weitere mit dem Netzbetreiber, sodass die Belieferung nahtlos beginnt. Damit keine Lücke entsteht, gilt: Anmeldung mindestens 14 Tage vor dem Einzugsdatum abschicken.

Ja, in den meisten Fällen übernimmt dein neuer Stromanbieter die Kündigung des alten Vertrags für dich. Du gibst beim Anmelden lediglich deinen bisherigen Anbieter und deine Kundennummer an, und der neue Anbieter kümmert sich um alles Weitere. Ziehst du jedoch aus und der alte Vertrag ist an deine frühere Adresse gebunden, musst du diesen selbst kündigen (am besten 4–6 Wochen vor dem Auszug).

Das hängt hauptsächlich von der Anzahl der Personen im Haushalt ab. Als grobe Orientierung gilt: Ein 1-Person-Haushalt verbraucht etwa 1.600 kWh pro Jahr, ein Zwei-Personen-Haushalt rund 2.000 kWh, drei Personen etwa 3.500 kWh und vier Personen rund 4.500 kWh. Hast du energieintensive Geräte wie einen Trockner, eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto, rechne einen Aufschlag von 500 bis 2.000 kWh pro Jahr ein. Wenn du deinen Verbrauch zu niedrig angibst, wird dein monatlicher Abschlag angepasst und du zahlst die Differenz bei der Jahresabrechnung nach.

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