- Durchschnittspreis steigt: Börsenstrom im August bei 12,69 ct/kWh – rund 20 Prozent mehr als im Juli und 65 Prozent mehr als im Vorjahr
- Große Preisspanne: Zwischen günstigster und teuerster Stunde lagen im Tagesmittel 20,23 ct/kWh
- Viele günstige Stunden: 55 Stunden mit negativen Preisen; Median zwischen 12 und 15 Uhr bei nur 1,0 ct/kWh
- Sonnenfinsternis als Preistreiber: Börsenstrompreis am 12. August zeitweise bei 46,1 ct/kWh
Hamburg, 1. September 2026 – Der Börsenstrompreis in Deutschland ist im August deutlich gestiegen, gleichzeitig bot der Markt große Chancen für flexible Stromnutzung. Mit durchschnittlich 12,69 ct/kWh lag der Day-Ahead-Preis rund 20 Prozent über dem Juli und 65 Prozent über dem Vorjahreswert. Innerhalb einzelner Tage lagen zwischen der teuersten und günstigsten Stunde im Monatsdurchschnitt 20,23 ct/kWh. Zudem gab es 55 Stunden mit negativen Strompreisen.

Schwankungen als Sparchance für flexible Haushalte
Die großen Preisunterschiede zwischen teuren und günstigen Stunden bedeuten für Haushalte nicht nur ein höheres Durchschnittsniveau, sondern auch mehr Spielraum: Wer Verbrauch gezielt in günstige Phasen verlagert oder überschüssigen günstigen Strom zwischenspeichert, kann von der Volatilität finanziell profitieren. Ein Hinweis darauf liefert der Blick auf die Mittagsstunden: Zwischen 12 und 15 Uhr lag der Median des Börsenstrompreises im August bei nur 1,0 ct/kWh, in rund einem Drittel dieser Stunden war der Preis sogar negativ.
Mit einem Batteriespeicher lässt sich dieses Muster automatisiert nutzen: Der Speicher lädt bevorzugt in Stunden mit niedrigen oder negativen Preisen und gibt den Strom in teureren Stunden wieder ab. Wie sich das auswirken kann, zeigt ein anonymisiertes Beispiel aus der Kundenbasis von Rabot Energy: Bei einem Haushalt in Berlin sank der durchschnittliche Strompreis durch automatisierte Lastverschiebung mit einem Batteriespeicher von 34,3 auf 26,4 ct/kWh, seit der Speicher im Juni 2026 vollständig in Betrieb ist. Der Stromanbieter bietet einen solchen Batteriespeicher unter dem Namen Rabot Flow an.
Für Haushalte mit einem dynamischen Stromtarif ist damit nicht allein der monatliche Durchschnittspreis entscheidend, sondern auch, wann und wie flexibel Strom verbraucht oder gespeichert wird.
Sonnenfinsternis sorgt für kurzzeitige Preisspitze
Wie stark einzelne Ereignisse den Markt kurzfristig bewegen können, zeigte sich am 12. August: Die partielle Sonnenfinsternis reduzierte vorübergehend die Solarstromerzeugung, die Bundesnetzagentur registrierte einen deutlichen Preisanstieg auf bis zu 46,1 ct/kWh. Auch in der Auswertung von Rabot Energy zeigt sich die Spitze: Der höchste Börsenstrompreis am 12. August lag bei 46,12 ct/kWh, am Folgetag wurde mit 48,74 ct/kWh der höchste Wert des gesamten Monats erreicht, wobei sich die Spitze des Folgetags nicht unmittelbar der Sonnenfinsternis zuordnen lässt.
Die Entwicklung zeigt, wie stark einzelne Ereignisse die Preise einzelner Stunden beeinflussen können, ohne den gesamten Monatsverlauf zu bestimmen.
Gasmarkt beeinflusst das insgesamt höhere Preisniveau
Neben kurzfristigen Effekten blieb das Preisniveau an den europäischen Energiemärkten im August erhöht. Die angespannte Situation an den Gasmärkten, unter anderem durch Einschränkungen beim Transport von LNG infolge der Situation rund um die Straße von Hormus, belastete die Gasversorgung. Anfang August lagen die deutschen Gasspeicher deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Da Gaskraftwerke am Day-Ahead-Markt häufig preissetzend sind, können sich höhere Gaspreise über die Merit-Order auf den Stromgroßhandel übertragen. Gleichzeitig zeigen die zahlreichen günstigen Stunden, dass das Preisniveau nicht allein durch die Gasmarktlage bestimmt wird: Eine hohe Einspeisung erneuerbarer Energien kann den Börsenstrompreis innerhalb weniger Stunden deutlich nach unten drücken.
Bereits im zweiten Quartal 2026 lag der durchschnittliche deutsche Day-Ahead-Großhandelspreis laut Bundesnetzagentur 36,5 Prozent über dem Vorjahresquartal.
Wetter verändert die Preisspanne innerhalb des Tages
Auch die Wetterbedingungen wirkten sich im August auf die Preisdynamik aus. Zwischen dem 17. und 21. August sorgte eine kühlere und wolkenreichere Wetterphase für eine geringere Solarstromerzeugung. Der durchschnittliche Abstand zwischen der teuersten und günstigsten Stunde eines Tages sank in dieser Woche auf 9,82 ct/kWh. Im übrigen August lag dieser tägliche Spread bei 22,23 ct/kWh. Trotz der wetterbedingten Unterschiede blieb das Preisniveau innerhalb des Monats stark volatil: Am 8. August wurde mit -1,85 ct/kWh der niedrigste Börsenstrompreis des Monats erreicht.
Über Rabot Energy
Rabot Energy ist eine Marke der RABOT Energy DE GmbH und treibt seit 2021 als digitaler Energieversorger die Energiewende in Deutschland voran. Mit 100 % Ökostrom und KI-basierter Optimierung hilft Rabot Energy Haushalten, ihre Stromkosten deutlich zu senken. Über 200.000 Kunden vertrauen bereits auf die smarte Energieplattform. Mehr Informationen unter www.rabot.energy

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